Tokio Hotel, Ich und meine Storys...:

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ID-Card von Luisa Juuuhu ich bin ein Tom Typ!! I love Tom 4-ever!

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9. Kapitel

>Sag mal, Bill, is ja echt cool, aber seit wann bringst du Schlampen mit?< fragte mich Michi. >Was geht?< fragte ich sauer. Nico is doch keine Bitch >Das is Bills Freundin!< erklärte Tom für mich. >Ähm…Bill…ich dachte, heute wär Männerabend?< >Ja, schon, aber…< Ich warf einen dankenden Blick zu Tom. Er nickte nur. Ich nahm mühevoll Nicos Hand (Das ging ja mit den beschissenen Krücken nich so gut !!) und setzte mich zu den Anderen. >Hey, ich bin Benny!< Benny streckte ihr seine Hand hin. >Nico.< antwortete sie mit einer Stimme, die fast so doll zitterte, wie sie selbst. Klar: Das eine folgt aufs andere, oder? >Hey, wie alt bist du eigentlich?< fragte Paul und trank einen Schlug aus seiner Red-Bull Dose. >Ich geh kurz Getränke holen!< sagte Tom und verschwand >15< antwortete Nico auf Pauls frage. Die Jungs lachten. >Noch ganzschön Jung, meiner Meinung nach noch ein kleines Baby!< Ich merkte, dass er schon viel getrunken hatte. Er war, genau wie die anderen, total voll. Nur Tom schien sich noch zurück gehalten zuhaben. Und wenn sie des sind, sollte sie lieber nichts Falsches sagen! >Immerhin führ ich mich- im Gegensatz zu dir- nich so auf!< rutschte es ihr raus. >Was hast du da gesagt?< Paul war sauer. Er kam Nico gefährlich nah. Ich schubste ihn wieder zurück. >Beruhig dich, Paul, das hat sie nich so gemeint!< Er zog eine Grimasse und lehnte sich zurück. Tom kam mit einigen Flaschen Alk zurück

~>Aus Toms Sicht<~
Ich stellte die Flaschen auf den Tisch und setzte mich neben Nico, nahm mir aber, genau wie sie, keine Flasche. Nach kurzer Zeit war auch Bill betrunken und laberte nur noch irgendwelchen Scheiß. Die Jungs hatten so viel gesoffen, dass alles, was ich geholt hatte, schon weg war. >Hey, Nicomäuschen, hol mir doch noch was zu- *hix* - zu trinken, ja?< Sie schaute auf ihre Knie und zog ihren Rock in Richtung Knie. >Na los!< drängelte Flo. Sie stand auf und zog ihren Mini ein bisschen nach unten, da er durchs sitzen ein Stück nach oben gerutscht war. Jetzt verstand ich auch, warum Michi am Anfang dachte, sie sei eine Bitch: der Rock war ziemlich kurz und sie trug dazu nur ein Top. Ich glaub, sie hatte ein bisschen Schiss, als einziges Mädchen unter solchen Typen! Das konnte ich irgendwie gut verstehen. Sie schaute sich um. So gut kannte sie sich ja noch nich aus und hatte sicher keine Ahnung, wo sie jetzt hingehen sollte. >Warte, ich komm mit!< sagte ich schnell und zog sie am Arm raus. Dann schloss ich sie Tür zum Wohnzimmer, drückte sie dagegen und schaute ihr in ihre Augen.. >Tom…< fing sie an und biss sich auf die Unterlippe. >Ja, ich bin’s! Kopf hoch, dass hältst du schon noch aus! Die sind eigentlich ganz anders! Bitte! Wenn du jetzt geht’s wird’s noch viel schlimmer! Dann gibt ihnen Bill deine Handynummer und sie rufen dich dauernd an und verarschen dich! Also komm, holen wir noch was.< Wir gingen in Keller, in den Vorratsraum. Ich stellte mich vor das Getränkeregal und überlegte. >Sag mal…< fing Nico an >Willst du denen echt noch was geben?< Plötzlich hatte ich einen Geistesblitz. >Danke!< sagte ich, sprang einmal um die völlig verwirrten Nico rum, zurück zum Regal, dann zog ich ein paar Wasserflaschen raus und nahm ein paar lehre Alkflaschen- keine Ahnung, was ich da alles raus gezogen hatte! Ich rannte hoch in die Küche und füllte das Wasser in die Flaschen um. Nico lehnte sich über die Arbeitsplatte, um besser zu sehen, was ich da machte. >Was soll das?< fragte sie verdutzt. >Ach, die sind so voll, die merken das sowieso nich mehr!< lachte ich. Ihr schien die Idee auch zu gefallen, weil sie auch leise lachte. >Warum sind Georg und Gustav nich da?< fragte sie nach einer Weile >Die hatten keine Zeit!...FERTIG!< freute ich mich und drückte ihr ein paar Flaschen in die Hand. >Du, ich muss kurz mal für kleine Jungs! Bring denen das schon mal!< es war mir zwar ein bisschen peinlich, aber besser, als in die Hose zumachen! Also rannte ich schnell aufs Klo und lies sie zurück.

~>Aus Nicos Sicht<~
Ich schaute Tom nach, die Hände voller Flaschen. Eigentlich war das gar keine so schlechte Idee! Besser, wie wenn die sich noch voller saufen! Ich schlenderte ins Wohnzimmer. >Endlich, das hat ja ne Ewigkeit gedauert!< motzte Bill. Jeder zog mir eine Flasche aus der Hand und machte sie auf. Ich stand stocksteif da. Hoffentlich merkten sie nichts. Plötzlich spuckten sie das Wasser in hohen Bogen wieder aus. Und Bill genau in meine Richtung. Ich hielt mir den Arm vor die Augen. >Boah, spinnst du?< schrie ich. Darauf stand Bill wütend auf. >Was soll das? Das is Wasser!!< rief er. >Ich- ich…< stotterte ich. Plötzlich knallte mir Bill eine. Ich rührte mich nich, stand stocksteif da, meine Hand auf der Stelle, an der er mich getroffen hatte. Tränen schossen mir in die Augen. Das hätte ich ihm nie zugetraut. Das konnte doch nich Bill gewesen, der mich geschlagen hatte. War das wirklich mein Freund, der ein Lied für mich geschrieben hatte? Der mich vor so einem Perversling gerettet hatte? Der mich in Arm genommen hatte, als es mir schlecht ging? Der, der mich geküsst hatte? Nein, das konnte nich dieselbe Person sein! >Bill, was sollte das?< schrie Tom, der total verwirrt in der Tür stand.

~>Aus Toms Sicht<~
Bill schaute zu mir, dann grinste er frech. >Is doch nur meine Freundin!< >WAS HAST DU GESAGT? SAG MAL, SPINNST DU?< ich konnte nich glauben was ich gehört hatte. Sie war nich nur seine Freundin! Sie war mehr als nur! Ich konnte mich nich mehr halten und stürzte mich auf ihn. Bill trat um sich, doch er traf mich nich, da ich ja auf ihm saß. Ich nahm ihn mit einer Hand an seinem Kragen und schlug mit der anderen zu. >Wie kannst du nur ein Mädchen schlagen? Ich hasse solche Leute! Ich hasse sie! Du bist nich besser, als dieser Wixer von Ex-Freund von ihr! Du hast keinen Grund dafür gehabt, sie zu schlagen! Ich-< >Ich hatte genug Gründe!< unterbrach er mich. >Und was bitte?< fragte ich. >Sie hat uns Wasser statt Alk gegeben! Und dann hat sie mich auch noch beleidigt!< >Das mit dem Wasser war nich Nico, sondern ich!< >Du denkst jetzt, du bist ganz toll, oder? Bist du aber nich! Du bist jämmerlich! Richtig erbärmlich!< Als Bill das sagte, stand ich auf. >Du bist es echt nich wert!< sagte ich, nahm Nico am Arm und ging. Aber wo sollte ich hin? Ich hatte ja keine Ahnung, wo ich hingehen sollte! Ich entschied mich, erstmal zu ihr zu gehen, und zu schauen, ob jemand da war. >T- Tom?< sagte sie auf einmal. >Nico! Alles in Ordnung?< ich war total nervös und wusste nich Mal, wieso! >Wo gehst du hin?< >Weiß nich…< Plötzlich riss sie sich von mir los und schaute sich um, dann zeigte sie auf ein Haus. >Da wohn ich!< Ach ja, stimmt ja, hatte ich vergessen. Sie setzte sich auf eine Stufe. Ich schaute an dem Haus hoch. >Sieht aus, als wär niemand da!< >Ich bin allein.< >Nein, jetzt bin ich da!< Sie schaute mir in die Augen. Nein, tat sie nich, sie schaute durch mich durch, wie durch ein Fenster! >Was is mit Bill?< fragte sie und schaute sich um. Ich wusste nich, was ich antworten sollte. Bill ist gestört? oder wen meinst du? Nein, lieber nich. >Mach dir erstmal Gedanken, wo wir jetzt hinkönnen!< schlug ich vor. >Meine Tante hat einen Schlüssel rausgelegt!< Sie holte aus dem Briefkasten einen Schlüssel und sperrte die Tür auf. >Komm noch mit rein!< >Cool, danke!< Sie lächelte künstlich. Sie tat mir immer mehr Leid. Anscheinend war ihr Leben bis jetzt noch nich so doll! Von allen ihrer Freunde wird sie geschlagen, dann das mit den Drogen… Sie ging ins Haus, ich folgte ihr. >Kann ich hier übernachten?< fragte ich. Nico legte den Schlüssel auf einen kleinen Tisch. >Na klar! Bist du mir böse, wenn ich mich hinlege? Ich muss morgen früh raus!< >Achso, wann denn?< >Um 11 oder so… Weil ich um 12 nen Termin hab< >Ja, da kann ich dann wieder nach Hause, weil da meine Mum schon wieder da is!< Ich half ihr, eine Matratze und Bettzeug in ihr Zimmer zutragen und wir machten uns fertig, um endlich ins Bett zu gehen
Als wir in den Betten lagen, sagte sie nichts mehr und nach kurzer Zeit, hörte ich an ihrem gleichmäßigen Atem, dass sie eingeschlafen war. Ich lag noch eine ganze Weile wach und dachte über Gott und die Welt nach. Wenn es Gott wirklich gab, was ich nich glaube, war er ziemlich ungerecht zu Nico. Sie tat mir unendlich Leid. Wie konnte ich ihr nur helfen? Sie liebte Bill ja wirklich doll, dass hab ich ja gemerkt. Sie würde wahrscheinlich total fertig sein, wenn er sie verlassen würde! Dachte ich zumindest. Ich kann schließlich nich ihre Gedanken lesen. Auch wenn es manchmal echt praktisch wäre. Und während ich überlegte, was ich dann alles machen würde und wie ich Nico helfen könnte, schlief ich langsam ein…

10. Kapitel

Als ich am nächsten Tag aufwachte, war es schon 11.30Uhr. Da fiel mir ein, hatte Nico nich einen Termin um 12 Uhr? Vielleicht sollte ich sie wecken? Also setzte ich mich auf und schaute zu ihr rüber. Im ersten Moment dachte ich, dass da ein Engel liegt, wirklich! Aber es war Nico. Ich schaute sie mir einen kurzen Moment an. Das einzige, woran man sah, dass sie ein normaler Mensch war, war die Tatsache, dass ihre Backe immer noch rot war. Ich überwand mich und weckte sie.

~>Aus Nicos Sicht<~
>Nico… Nico… aufwachen! Es is schon halb 12!< langsam machte ich meine Augen auf und merkte, dass mein Kopf fürchterlich schmerzte. Zuerst sah ich alles verschwommen, aber als ich wieder klar sehen konnte, sah ich Tom. Ich erschrak. Was wollte er den hier. Ach ja, er hat ja bei mir übernachtete, weil… tja, weiß ich nich so genau. Er hatte sich ja irgendwie mit Bill geschlägert, weil…Shit, jetzt is es mir wieder eingefallen! Shit, Shit, Shit. Ich schaute verschlafen auf die Uhr.. 11.30Uhr. Moment mal! 11.30Uhr? Verdammt, ich hatte doch um zwölf diesen blöden Psychologenscheiß! Sofort war ich wach. Ich sprang aus meinem Bett, zog mir schnell Irgendwas zum anziehen raus, huschte ins Bad und lies einen völlig verdutzten Tom zurück. Im Bad zog ich mich schnell um, putzte Zähne und rannte wieder zurück in mein Zimmer. Tom hatte sich auch schon angezogen. >Sorry, aber ich muss los!< bedauerte ich. >Kein Problem! Ich muss auch gehen!<

~> Aus Toms Sicht<~
Ich begleitete ihn noch zur Tür und verabschiedete mich, dann ging ich nach Hause. Mal schauen, was mich da dann erwartet.
Als ich klingelte, machte Bill auf, sagte aber nichts. Ich drückte mich an ihm vorbei und zog meine Schuhe aus. Bill stand immer noch hinter mir. >Hör mal…< fing er an. >Ich will jetzt nich mit dir reden!< >Du sollst doch nur zuhören!< >Also schön.< gab ich nach. >Beeil dich aber!< >Das gestern war scheiße, ich weiß, aber überleg doch mal, was du gemacht hättest, wenn du zu viel getrunken hättest!< Ich überlegte. Eigentlich hatte er Recht. Vielleicht wär’s dann noch schlimmer gewesen! Plötzlich hatte ich ein schlechtes Gewissen Bill gegenüber. >Sorry.< flüsterte ich. >Du musst dich nich entschuldigen! Wohl eher ich. Also…tut mir Leid!< >Passt schon.< >Boah, ich bin froh, dass wir das geregelt haben!< meinte Bill nach einer Weile. >Jo, ich auch!< gab ich zu. >Aber was is jetzt mit Nico?< Er überlegte. >Tja, keine Ahnung! Das hab ich mich auch die ganze Zeit schon gefragt! Is wohl besser, wenn ich sie mal anrufe und ihr sage, dass es keinen Sinn mit uns hat!< Er schaute auf den Boden. >Du willst deshalb Schluss machen?< fragte ich entsetzt. Ich wusste ja, dass es sie verletzten würde. Bill schaute mich gleichzeitig traurig und ernst an. >Ich will ihr nich mehr wehtun, Tom! Sie hat was Besseres als mich verdient!< flüsterte er. >Spinnst du? Du bist das Beste, was ihr passieren konnte!...Ok, bis auf das gestern! Aber hast du schon mal überlegt, ob nich genau das am meisten wehtun würde?< >Ich hab die ganze Nacht überlegt was am besten wär, und hab entschlossen, dass… dass ich mich von ihr trenne und auch erstmal keinen Kontakt zu ihr habe!< >Aber…!< wollte ich argumentieren, aber Bill unterbrach mich. >Tom, ich bin mir zu 99,9 % sicher!< >Und was ist mit dem 0,1 %?< er zuckte mit den Schultern. Ich merkte, dass ich an seinem Entschluss nichts mehr ändern konnte!

~>Aus Nicos Sicht<~
(In Magdeburg)
Ich schaute auf den Zettel, auf dem ich mir die Adresse aufgeschrieben hatte. Rosenstraße 12 in Magdeburg. Ok, in Magdeburg war ich, aber wo war diese verdammte Rosenstraße 12?? Ich schaute auf das Straßenschild, neben dem ich stand. Wintergasse. Na toll! Und wo soll ich jetzt lang? Ich beschloss, jemanden zu fragen. >Entschuldigen sie? Wo is denn die Rosenstraße 12?< fragte ich eine ältere Frau. >Oh, da bist du hier fast richtig! Du musst da hinten rechts und dann die… dritte Nebenstraße links rein. Wenn du da durch gehst, kommst du auf eine Waagrechtverlaufende Straße. Das is dann die Rosenstraße. Bei der Nummer musst du einfach schauen.< >Vielen dank!< bedankte ich mich. Wahrscheinlich wär ich noch ewig rum gerannt, bis ich da gewesen wäre! >Schon in Ordnung! Auf wieder sehen!< >Ja, auf wieder sehen!> Ich ging weiter. Also, hier rechts… und jetzt? Ach ja die dritte links. Cool, da hinten musste die Rosenstraße sein! Da war sie dann auch! Ich schaute nach den Nummern. 4, 6, 8… ah, da is ja die 12. Neben der Tür hing ein Schild:
Petra Schulz
Kinderpsychologin
und irgend so’n komisches anderes Zeug. Ich klingelte. >Hallo?< sagte plötzlich eine Stimme. Ach ja, da war so ein komisches Teil, in des man rein sprechen muss. >Hallo, hier is Nicole Maier. >Ah, Nicole! Warte…*BIEEEB*< Ich öffnete das Gartentor und ging rein. Die Eingangstür wurde geöffnet. Vor mir stand eine blonde Frau. >Hallo, ich bin Petra Schulz. Komm doch rein!< Ich kannte sie irgendwo her. Aber das konnte doch eigentlich nich sein. Egal, wahrscheinlich irrte ich mich! Ich ging rein. Sie führte mich in einen Raum, in dem es wie in einer Fernsehkulisse aussah: Zwei Sofas, dazwischen ein Couchtisch., Pflanzen, ein Schreibtisch, mit dem üblichem Zeug drauf u.s.w.. Frau Schulz bat mich, mich auf eines der Sofas zu setzten. Sie setzte sich auf das andere und schaute mich eine Zeit lang schweigend an. Dann lehnte sie sich zurück. >Also, was macht ein so hübsches Mädchen hier?< >Über Probleme reden.< sie lächelte. Als ob das ein Scherz gewesen wäre! Ich hab keine Lust mit der zu reden. >Also, erzähl mir doch mal von deinem Leben!< forderte mich Frau Schulz auf. Wieso sollte ich ihr was über mein Leben erzählen? Das geht die nichts an! Ok, sie is ne Psychologin, aber trotzdem. >Sag mal, willst du das hier für dich, oder für jemand andern tun?< >Ich wurde hergeschickt!< >Achso… von wem? Von deiner Mutter?< >Meiner Tante!< Ich wusste genau, worauf sie hinaus wollte! Ich bin ja nich doof! Schließlich hat sie ja meine Unterlagen geschickt bekommen! >Wieso nich von deiner Mutter?< Ich seufzte. >Das wissen sie doch! Wieso fragen sie dann noch?< Sie überlegte. >Nein, ich hab deine Unterlagen nicht gelesen, weil ich will, dass du mir vertraust!< >Das glaub ich ihnen nich!< sagte ich. Sie stand auf, ging zum Schreibtisch, holte einen Brief raus und gab ihn mir. >Schau, noch verschlossen!< Sie hatte Recht, der Brief war unberührt. Ich gab ihn ihr zurück. >Also, wieso nich von deiner Mutter?< Ich zögerte. >Du kannst mir vertrauen! Ich hab selber einen Sohn und weiß, dass ihr Kinder uns Alten nich gerne vertraut! Aber es würde dir vielleicht helfen!< >Aber ich hab mit meiner vorherigen Psychologin schon darüber geredet!< >Aber wenn ich es nich weiß, kann ich dir auch sonst nich helfen!< Da hatte sie Recht! Ich seufzte. >Ok, ich erzähl es ihnen!< gab ich nach. Sie schaute mich gespannt an. >Also: Als ich 7 war sind meine Eltern gestorben.< Pause. >Aha, und wie?< >Das will ich ihnen nich erzählen!< >Aber dann kann ich dir nich helfen!< fing sie wieder an. >Aber, das hab ich noch niemandem erzählt!< >Dann wird es ja mal Zeit!< >Aber…!< >Nichts aber! Mal ganz ehrlich: wenn du’s mir nicht erzählst, kann ich meinen Job nich machen, und wenn ich meinen Job nich machen kann, dann verlier ich ihn. Und da ich allein erziehende Mutter bin und einen ganzen Haushalt zahlen muss, wäre das nich so toll!< Ich zog eine Augenbraue hoch. >Übertreiben sie nich ein bisschen?< Sie fing an, zu lachen. >Doch! Aber nur ein bisschen! Aber bitte erzähl es mir! Ich möchte es unbedingt wissen!< Ich dachte nach. Konnte ich ihr es wirklich erzählen? Aber irgendwie war sie mir sympathisch! Und irgendwie hat sie Recht. Außerdem kann ich sonst mit niemandem darüber reden, weil ich die einzige bin, die das weiß und genau das wär ein Grund, es für mich zu behalten! >Also schön!< sagte ich schweren Herzens. In Frau Schulz Augen ging die Sonne auf. >Danke!< >Ähm…also…
früher, schon lange vor dem Unfall, lief es zwischen meinen Eltern nich besonders. Um ehrlich zu sein, war es sehr… na ja… also mein Vater hat angefangen zu trinken und hat sich mit Drogen voll gestopft und…< mir schossen Tränen in die Augen. >er hat meine Mutter und mich verprügelt und manchmal sogar Sachen nach meiner Mum geworfen, als ich im Bett war. Aber ich konnte nie schlafen und saß oben auf dem Treppenabsatz und konnte meiner Mutter nich helfen. Verstehen sie das?< fragte ich mit weinerlicher Stimme. >Wenn man sieht, wie der Vater die Mutter schlägt und man nur tatenlos zusehen kann, vor Angst, selbst geschlagen zu werden?< Ich wischte mir die Tränen aus den Augen, aber das half nichts. Es kamen immer neue nach. >Und dann, an meinem 7. Geburtstag, waren meine Eltern mit mir schwimmen. Sie hatte sich natürlich wieder die ganze Zeit gestritten, auch während dem Rückweg. Es war schon dunkel. Mein Vater hatte wieder Drogen genommen und achtete nich auf die Straße. Bis er dann direkt in das Auto vor uns gefahren war, weil es gebremst hatte. Mein Vater war sofort tot. Meine Mutter schrie die ganze Zeit meinen Namen. Bis sie schließlich verstummte. Ich hab meine Mutter sterben sehen! Und daran war nur mein Vater schult!< Ich heulte. Nicht nur aus Trauer, sonder auch aus Wut. >Und dann gingen die Verhantlungen los, wer mich nehmen will. Mein Onkel und meine Tante waren die einzigen, die mich wollten, obwohl sie selber gerade erst geheiratet hatten und erst um die 25 waren! Und immer, wenn mir jemand erzählt, das seine Eltern ihm zu wenig Taschengeld geben, oder ihn nicht auf die letzte Party gelassen hatte, würde ich ihm am liebsten an den Hals springen und sagen, dass er froh sein kann, das er noch Eltern hat. Ich hab meine Tante und meinen Onkel nie um etwas gebeten. Schon allein, dass sie sich um mich kümmern, is genug! Und trotzdem war ich immer allein, auch wenn ich in einer Traube von Menschen stand. Bis ich dann neulich einen Typ kennen gelernt hatte, und der dann auch mein Freund wurde. Er war so süß und hat sich so um mich gekümmert! Und dann, gestern, hatte er mich mit zu sich genommen, weil ich allein zu Hause gewesen wäre. Aber bei ihm war Jungsabend und ich hab mich mit seinen Kumpels nich vertragen. Irgendwann war er auch angetrunken, genau wie seine Freunde und ich sollte noch einpaar Flaschen Alk holen. Dann hat sein Bruder mir aber Wasser gegeben, und gesagt, dass die das sowieso nich merken, aber da hatte er sich geirrt. Zum Schluss hatte mir mein Freund eine gewatscht.< >Vielleicht wäre es am besten, dich von deinem Freund zu trennen! So schwer es auch ist! Wenn das immer wieder passiert, kannst du dich nich mehr von ihm trennen, aus Angst, dass er wieder zuschlägt. Das wäre das Selbe, wie bei deinem Dad! Verstehst du?< Ich nickte. Frau Schulz schaute auf die Uhr. >Oh, die Stunde ist schon um! Sehen wir uns nächste Woche um dieselbe Zeit?< >Ok, danke! Wiedersehen!< Ich ging. Draußen schüttete es. Na toll- dachte ich, während ich mich unter einen Regenschirm einer Eisdiele stellte. Mir wurde total kalt. Das Wetter hatte ich nich erwartet und nur ein T-Shirt und eine kurze Hose angezogen. Ich rieb mir die Hände und hoffte, dass es bald aufhören würde. Doch es hörte nich auf und deshalb entschloss ich, nach Hause zu gehen. Nur leider war es ziemlich weit bis zu mir, aber trotzdem besser, als hier dumm rum zustehen! Also kam ich unter dem Schirm hervor und rannte bis zum Feld, über das eine Straße zu Loitsche führte. Ich war schon total nass und durchgefroren, aber trotzdem rannte ich weiter, auch als ich ganz aus der Puste war und Seitenstechen hatte. Und endlich stand ich vor meinem Haus und wollte den Schlüssel aus meiner Tasche kramen, als ich feststellte, dass er nich drinnen war. Aber Gott sei dank hatte Jess ja einen in die Blumenvase neben der Tür getan. Erleichtert bückte ich mich und schaute in die Vase, zog den Schlüssel raus und sperrte auf. Auf einmal war ich total müde und legte mich ins Bett. Sofort war ich eingeschlafen. Aber lange konnte ich mich nich ausruhen, denn plötzlich klingelte mein Handy. Es war Bill. >Was willst du?< fragte ich tonlos. >Sein nich so freundlich!< >Also, was willst du?< >Ich wollte mit dir reden!< >Und?< >Na, wegen der Sache gestern. Ich hab überlegt, dass es das Beste wäre, wenn…wenn wir nich mehr zusammen sein würden! Zumindest wäre es das Beste für dich! >Was?< hauchte ich. Mir schossen Tränen in die Augen. >Du hast mich schon richtig verstanden! Es ist aus!< Ich lehnte mich gegen die Tür und rutschte an ihr runter. >Ich…ich…aber, wieso?< >Ich will dich nich noch mal verletzen!< >A-aber Bill- ich…< >Außerdem wäre es besser, wenn wir erstmal keinen Kontakt mehr hätte!...Du, ich muss jetzt aufhören! Ciao. Tut…tut…tut…< Ich legte mein Handy ganz langsam neben mich. Wieso sollte es das Beste für mich sein? Für MICH! Ich versteckte mein Gesicht zwischen meinen Knien, die ich ganz nah an mich gezogen hatte. Dann heulte ich. Ich liebte Bill doch und er liebte mich, also wieso macht er das dann? Ich brauch ihn doch so…



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