Tokio Hotel, Ich und meine Storys...:

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ID-Card von Luisa Juuuhu ich bin ein Tom Typ!! I love Tom 4-ever!

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7. Kapitel

>Du hattest dich doch für dieses eine Gymnasium angemeldet, und die hatten erst abgesagt…< fing sie an. >Ja, dass war voll deprimierend! Nur wegen der Drogengeschichte!< ärgerte ich mich. Das war voll doof: Ich war letztes Jahr noch auf der Realschule und wollte jetzt hier aufs Gymi geh’n, aber die haben von meinem Drogenproblem damals mitbekommen und haben abgesagt. >Ja, und die hatten mich heute angerufen und gesagt, dass du gut geeignet wärst! Und dass du’s mit deinen Noten gut schaffen würdest!< >Boah!< Ich konnte es noch gar nich glauben! Endlich durfte ich aufs Gymi! Und dass hier sollte noch nen total guten Ruf haben, außerdem hatte ich gehört, dass viele, die ihren Abschluss dort gemacht haben, sehr erfolgreich waren! >Echt?< fragte ich noch mal nach. Sie nickte. >Cool, gell?< ich freute mich so, dass ich den Stress mit Alex erstmal vergaß! Das war soo cool! >Ja, und zur Feier des Tages wollten wir heute Abend mit dir schick Essen gehen!< >Ehrlich?< noch ne gute Neuigkeit! >Ja, in irgend so einem schicken Teil in Magdeburg.< Sie zuckte mit den Schultern. >Jess? Komm mal!< rief Chris von unten. >Ja!< antwortete sie, stand auf und ging runter. Ich schaute ihr nach. Als ich alleine auf meinem Bett saß, fiel mir wieder die Geschichte mit Alex ein. Schlagartig war ich wieder traurig. Ich kam mir so einsam vor. Auch als mir die Sache mit Bill wieder einfiel, selbst das konnte mich nich aufmuntern! Ich weiß gar nich, was los war! Ich hörte mir traurige Lieder wie „Bacause of you“ an und versank immer mehr, bis mein Telefon klingelte und mich aus meinem Selbstmitleid riss. >Hallo?< fragte ich. >Hallo, hier ist Petra Schulz, du weißt, deine neue Psychologin!< >Ja. Hallo, was is denn?< >Ich hatte mit dir doch einen Termin für heute ausgemacht!< Ups, dass hatte ich voll verpennt! Gott sei dank hatte sie mich angerufen! >Äh, ja!< >Kann ich den vielleicht auf morgen verschieben?< Gustav wollte doch, dass ich morgen wieder mit in Proberaum kommen, aber da wollt ich sowieso nich hin! >Ja, ich hab nichts vor. Wann denn?< >Geht es bei dir um 12 Uhr morgens?< >Ja sicha!< sagte ich und ließ mir noch die Adresse geben (Ich hatte sie nämlich vergessen! ! Tja, egal! >Ok, dann bis morgen!< verabschiedete sie sich. >Ja, bis morgen!< Ich legte auf. Was könnte ich denn jetzt machen? Ja, genau, joggen wär schön. Also zog ich mir meine Jogginghose und meine Joggingschuhe an, sagte Jess und Chris bescheit, nahm Gucci und ging raus. Nur wohin? Einfach drauf los. Es war schon dunkel geworden, deshalb konnte ich den Weg nich richtig sehen. Und als ich dann in eine etwas weiter außen liegende Straße kam, in der keine Laternen standen, konnte ich eigentlich gar nichts mehr sehen. Vielleicht grad so meine Hand vor meinen Augen, aber sonst…! Aber ich hatte keine Lust umzudrehen und joggte einfach weiter. Es war ein bisschen gruselig, so ganz allein, links waren drei Häuser und drum herum waren Felder. Plötzlich ging bei einem der drei Häuser eine Tür auf und Jemand kam raus. Dann wurde die Tür wieder geschlossen. Ich dachte, dass die Person wieder ins Haus gegangen war, aber da hatte ich mich geirrt. Auf einmal spürte ich eine Hand auf meine Schulter. Ich erschrak fürchterlich und fuhr herum. Wer konnte das denn sein? Ich kenn hier doch kaum Jemanden! Was, wenn es so ein verrückter war? Die soll es ja überall geben! Meine Knie schienen aus Wackelpudding zu bestehen! >Hey, Nico!< Es war Bills Stimme. Ich atmete auf. >Mann, hattest du mich erschreckt!< >Ja, sorry! Ich hatte dich grad im Küchenfenster gesehen. >Achso, schön.< Plötzlich bellte Gucci und sprang an ihm hoch. Es war keine böses bellen, sondern eher ein fröhliches. Sie schien ihn zu mögen. Ich konnte zwar nur Bills Umrisse sehen, aber an denen sah ich, dass er im ersten Moment ein bisschen erschrocken war. >Is dass dein Hund?< fragte er. >Ja. Sie heißt Gucci! Ich hab sie am zweiten Tag bekommen.< >Schön! Ich muss mit meinem Köter auch noch spazieren gehen. Kann ich vielleicht bei dir mitgehen?< fragte er ein bisschen unsicher. Ich war total froh, weil es schon gruselig war, so allein. Und hier gab’s ja kaum Straßenlaternen! Kein Wunder bei dem Kuhkaff! >Ja, klar! Gerne!< sagte ich. >Gut, kommst du schnell mit rein? Scotty lässt sich manchmal nich so leicht anleinen!< Bill grinste verlegen. Ich nickte und folgte ihm ins Haus, bleib jedoch im Eingang mit Gucci stehen. Das Haus war nicht so groß, wie unseres, is ja auch nich so leicht, unseres zu übertrumpfen. Bill humpelte mit seinen Krücken ins Wohnzimmer. >Scotty?< rief er. >Der is oben!< antwortete Tom. Oh nein! Ich hoffte, dass er nich in die Eingangshalle kam und mich sieht. >Gehst du jetzt mit ihm Gassi?< >Jo.< >Soll ich mitkommen?< Nein, bitte nich! Ich wollte nich, dass er mitkommt, nich nachdem, was vorgefallen war! >Keine Ahnung! Nico kommt halt auch mit!< >Nein, dann will ich nich!< >Hä, was is denn auf einmal los? Ich dachte, dass du sie sau gern magst?< >Mochte ich auch! Aber ich hab diesen Alex für sie auf links gezogen und sie hängt auch noch an dem! Auch nachdem, was er ihr angetan hat. Und ich dachte, wenn es ihr wegen dem so schlecht geht, dass sie sogar irgendein Zeug schluckt…!< Was Tom sagte, traf mich mitten ins Herz. Gerade wollte ich ihn nich mal mehr sehn und jetzt, nachdem ich gehört hatte, konnte ich verstehen, wieso er einfach gegangen war. Immer mach ich alles falsch! Ich bin so blöd! Ich hielt es nich mehr aus, zog meine Schuhe aus, ließ Gucci einfach stehen und rannte ins Wohnzimmer. Als ich in der Tür stand und Tom mich ganz verwirrt anschaute, hatte ich kein Peil, was ich sagen sollte! Tom wendete seinen Blick von mir ab. >Hast du gehört, was ich grad gesagt hatte?< fragte er, ohne mich anzuschauen. >Tom, ich-< >Ach, vergiss es einfach!< >Hör zu, ich will-< Er schaute mir eiskalt in die Augen >Lass mich in Ruhe!< schrie er. >Lass mich doch einmal ausreden!< Er schwieg. >Ich will mich bei dir entschuldigen! Mir war in dem Moment noch nich klar, was eigentlich passiert war! Verstehst du? Ich sah da, den, den ich liebte, am Boden liegen und du hast ihn verprügelt und…< Ich vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Plötzlich spürte ich, wie mir Jemand den Arm um die Schulter legte. Ich schaute auf. >Ich war sauer, weil ich mir die Mühe gemacht hatte und…und ich wollte nich verstehen, dass…dass du noch an so einem hängst!< Sagte Tom ganz ruhig. Stille. Auf einmal klatschte Bill in die Hände. >Also, gehen wir dann? Tom kommst du jetzt mit?< >Nein, Tom kommt nich mit, er soll mir hier im Haus helfen!< eine Frau stand plötzlich mitten im Raum. Wahrscheinlich war es Bills und Toms Mutter. Ihr Blick viel auf mich. >Wer bist denn du?< >Hallo. Ich…ich bin Nicole. Ich bin hier erst hergezogen!< Sie nickte und wandte sich dann wieder Tom zu. >Hast du verstanden?< >Ja! Also, Bill, Nico ich wünsch euch viel Spaß!< >Ja, danke!< meinte Bill. Im Eingang trafen wir auf Scotty, der schon sabbernd darauf wartete los zugehen. Bill leinte ihn an, ich hob Guccis Leine auf und wir gingen raus. Es is ganz schön kalt!< bemerkte ich nach einer Zeit. >Kein Wunder. Du mit deiner dünnen Jogginghose und dem Top!< Er lachte leise. >Ich hatte halt nichts anderes!< verteidigte ich mich. Er schaute mich grinsend an. Dann zog er mühsam seinen Pulli aus und gab ihn mir. >Ne, passt schon!< log ich. >Sicha nich, sonst würdest du ja nich so mit den Zähnen klappern!< >meine Zähne…?< >Ja, man hört dein Zähneklappern bis hierher! Und jetzt nimm!< Ich erbarmte mich und zog den Pulli an. Er war ein bisschen zu groß, aber es war ja auch nich meiner! >Danke.< flüsterte ich. Mir wurde gleich wärmer. >Tom hat mir erzählt, dass du viele Instrumente spielst!< >Mhm. Meine Mutter war ziemlich musikalisch und hat es mir beigebracht als ich noch klein war. Und dann hat meine Tante weiter gemacht.< >Wieso? Hatte deine Mutter keine Lust mehr?< Ich überlegte. Eigentlich wollte ich es ihm nich sagen. Ich hatte es nich mal meinen Freunden in München erzählt, nich mal Alex! Sie dachten, Jess wär meine Mum. Ich seh ihr auch ein bisschen ähnlich, weil sie die kleine Schwester meiner Mum war. Anscheinend erwartete Bill keine Antwort und fuhr fort. >Er hat dir auch von unserer Band erzählt und gesagt, dass du, als er dir erzählt hatte, dass ich singe, ihm es nich geklaubt hast!< >Ja, kann ich mir echt nich vorstellen!< >Soll ich’s dir beweißen?< Er lächelte. >Hier und jetzt? Da hört dich doch jeder!< >Dann gehen wir eben in unseren Proberaum! Da spiel ich dir ne CD von uns vor! Es is auch gar nich weit. Schau, da vorne is er schon!< Er zeigte mit einer Krücke auf das Gebäude, in dem ihr Proberaum war. Ich gab nach und wir gingen rein. Es war ziemlich warm drinnen, deshalb zog ich seinen Pulli wieder aus. Dann setzte ich mich auf die Couch und schaute Bill zu, wie er eine CD rauskramte und in die Stereoanlage legte. Anschließend setzte er sich neben mich. Erstmal kam nur Musik und dann sang jemand und es klang wirklich nach Bill. >Gefällt es dir?< >Ja, dass is voll cool! Wie heißt des Lied denn?< >Leb die Sekunde. Des hab ich mit 9 geschrieben!< >Echt?? Cool!< Ich konnte es gar nich glauben! Ich mein, ich kann nich mal jetzt ein kleines Gedicht schreiben und er? Er schreibt mit 9 ganze Songs! Die Welt is halt unfair! >Ich- ich hab ein Lied über dich…geschrieben. Heute Mittag.< Er wurde rot. >Echt?< >Ja, ich hab es auch dabei! Wenn du willst, sing ich’s dir vor!< schlug er schüchtern vor und wurde noch röter. Aber nich nur er, auch ich lief rot an. Noch nie hat einer ein Lied für mich geschrieben! Das hatte ich mir schon immer gewünscht und jetzt ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen! >Ja, bitte sing vor!< Er holte einen Zettel aus seiner Tasche. >Also, das Lied heißt wenn nichts mehr geht. Und bitte lach nich, wenn es dir nich gefällt, weil ich dann traurig bin!< >Ja ja!< beruhigte ich ihn. Er fing an:
>keiner mehr da, der mich wirklich kennt
meine Welt bricht grad zusammen
und es läuft’n habby-end
um dich weinen soll ich nicht
ich weiß unsterblich sind wir nich
aber du hast mal gesagt

wenn nichts mehr geht
werd ich ein Engel sein- für dich allein
und dir in jeder dunklen Nacht erschein’
und dann fliegen wir weit weg von hier,
wie werden uns nie mehr verlier’n

bis du mir das erste mal erscheinst
stell’ ich mir vor dass du von oben
mit den Wolken für mich weinst
ich wart unendlich lang auf dich
doch so unendlich ist das nich
denn du hast mal gesagt

wenn nichts mehr geht
werd ich ein Engel sein- für dich allein
und dir in jeder dunklen Nacht erschein’
und dann fliegen wir weit weg von hier
wie werden uns nie mehr verlier’n

denk nur an mich und du siehst
den Engel der neben dir fliegt
denk nur an mich und du siehst
den Engel der neben dir fliegt

wenn nichts mehr geht
werd ich ein Engel sein- für dich allein
und dir in jeder dunklen Nacht erschein’
und dann fliegen wir weit weg von hier
wie werden uns nie mehr verlier’n

wenn nichts mehr- wenn nichts mehr geht
wenn nichts mehr- wenn nichts mehr geht<

Er lächelte über das Blatt hinweg, direkt in mein Gesicht. Mir blieb echt die Spucke weg! Es war ein total cooler Text und Bill hatte ne soo geile Stimme! Echt zum neidisch werden! >Und?< fragte er vorsichtig. >Ich- Ich weiß gar nich, was ich sagen soll!< Ich wischte mir eine Träne aus den Augenwinkeln. >Ohh!< er nahm mich in Arm. Dann ließ er wieder los und schaute mir tief in die Augen. Sie waren wunderschön. Auf einmal kam sein Gesicht meinem wieder ganz nah und er küsste mich wieder ganz zärtlich.

8. Kapitel

Es war, als ob die Welt still stehen würde. Er hörte auf. Ich öffnete meine Augen. >Ich- ich lieb dich, Nico!< flüsterte er so leise, dass ich ihn kaum hörte. >Ich dich auch!< hauchte ich ihm ins Ohr und wir küssten uns wieder. Nach einer Zeit nahmen wir unsere Hunde und gingen wieder. >Heißt das, dass wir jetzt zusammen sind?< fragte ich vorsichtig. >Ich weiß nich. Willst du denn?< Ich wurde rot. Was sollte ich denn sagen. Klar wollte ich. >Ja.< gab ich zu. >Ich auch.< Dann lächelten wir uns an. Stille. >Is des net anstrengend, mit den Teilen zu laufen?< Ich schaute auf seine Krücken. >Doch! Aber anders gehst nich! Wenn ich die los bin, machen wir nen Ausflug zum McDonalds in Magdeburg.< Scherzte er. >Spaßvogel!< lachte ich. >Das war ernst gemeint!< >War es das?< fragte ich. >Ja, ’türlich!< sagte er. >Du, ich wohn hier gleich um die Ecke!< bedauerte ich. Es war so schön mit ihm! Er senkte den Kopf. >Ok. Ich begleite dich noch.< >Schön, danke!< Ich drückte ihm ein Bussi auf die Wange. Kurz darauf standen wir schon vor meinem Haus. Die Fenster waren dunkel. Es schien fast so, als wär niemand da. Aber das konnte doch eigentlich nich sein! Ich sperrte die Tür auf, ging rein und leinte Gucci ab. Dann schaute ich mich um, es schien echt niemand da zu sein! >Möchtest du noch kurz reinkommen?< schlug ich Bill vor. Er nickte. >Du kannst Scotty ruhig los lassen! Des macht nichts, solange er Gucci nich auffrisst!< scherzte ich. Er lächelte und leinte auch Scotty ab. Dann schloss er die Tür hinter sich. Ich machte Licht an und schaute mich um. >Hallo?< rief ich. Niemand antwortete. >komisch.< flüsterte ich. Auf einmal klingelte dass Telefon. Ich zog schnell meine Schuhe aus und ging dran. >Hallo?< >Hi, Nicole.< Es war Jess. >Wo seit ihr denn?< fragte ich sauer. >Sorry, wir mussten ganz kurzfristig weg und kommen erst in drei vier Tagen wieder! Wir verschieben das Essen einfach! Tut mir Leid, aber du hattest dein Handy vergessen und wir konnten dich nich erreichen!< Ich verdrehte die Augen. >Toll.< sagte ich ironisch. >Sei doch nich gleich eingeschnappt! Es is genug zum essen da und wenn nich, kannst du ja auch einkaufen gehen! Du musst nur nach Magdeburg fahren und dann dort Jemanden fragen, wo der Aldi ist. Falls du Geld brauchst- ich hab dir was auf den Abstelltisch gelegt.< Mein Blick viel auf das kleine Tischchen neben mir. Ich öffnete den weißen Umschlag und schaute rein. >Es müssten 100€ sein!< >Ja, sin drinnen!< >Na gut. Ich ruf dich morgen oder übermorgen mal an. Tschau.< >Ja, tschau.< Ich legte auf. Bill schaute mich verdutzt an. >Ich hab jetzt drei, oder vier Tagen Sturmfreie Bude!< Er freute sich. >Cool. Hab ich nie! Tom und ich gehen überall zusammen hin und sind dann auch immer gleichzeitig da.< Er verdrehte die Augen. Ich fänd’s toll, mal nich alleine zu sein! Ich bin fast die ganze Zeit allein, und find das gar nich toll! Ich schaute traurig auf den Boden. Das Essen konnte ich auch vergessen! Es würde sowieso nie stattfinden! Das war schon immer so: Sie wollten mal mit mir ins drei- D Kino gehen. Und ham es dann solange rausgezögert, bis es geschlossen wurde! So ein Zufall! Es stand in allen Zeitungen, dass es der Besitzer verkauft hat und dass da dann ein Museum rein soll. Oder als ich noch kleiner war wollten sie mal mit mir in den Zoo gehen, weil da ganz viele kleine Tierbabys waren, und als wir endlich mal dort waren, waren die schon fast ausgewachsen! So ein Geschiss immer! Bill schaute mich mitleidig an. >Willst du mit zu mit kommen? Dann bist du nich so einsam!< Ich nickte. >Nur, Toms und meine Kumpels kommen auch, weil wir einen Filmabend machen wollten. Macht dir das was aus? Sonst bleib ich nämlich hier!< >Ne, is mir egal! Du musst nich wegen mir hier bleiben! Ich bin schon oft allein gewesen!< zu oft! Fügte ich in Gedanken hinzu. Aber ich wollte Bill nich den Abend verderben! Und seine Kumpels kannte ich nich! >Wenn es wegen meinen Kumpels is: Die finden dich sicher voll in Ordnung! Den macht des nichts, wenn du dabei bist! Die hatten noch nie was gegen meine Freundin!< Er strich mir durchs Haar. >Na gut! Ich zieh mir nur noch schnell was an! Weil in den Sachen…< Ich schaute an mir runter. >Ja, ich glaub auch!< >Kommst du schnell mit hoch, dann suchst du mir was aus!< schlug ich vor. Seine Augen fingen an zu strahlen. Anscheinend lag ich mit meiner Vermutung, dass Bill Ahnung in Sachen Style hat, richtig. Er folgte mir mit in mein Zimmer und humpelte zu meinen zwei Kommoden und öffnete die erste Schublade. >Also, des sind deine Hosen?< >Ja, in der Kommode sind Röcke und Hosen und in der anderen sin Oberteile.< >Dann musst du aber ziemlich gern shoppen gehen!< >Jo, ich bin süchtig danach!< gab ich zu >Ich auch!< sagte Bill. >Echt?< >Jo. Dann können wir mal ne richtig fette Shoppingtour machen!< >Oh ja!< stimmte ich zu. >Das wär mega geil!< Während ich überlegte, wo man hier eigentlich einkaufen gehen kann, zog Bill eine Hose raus. >Die is ja cool! So eine hat Fergie von den Black Eyed Peace auch!< >Ja, ich weiß!< Die Hose war etwa knielang, beige und so kariert, ich glaub des heißt im Burberry Style oder so…frag mich nich! Bill legte sie zurück und zog eine Bluejeans raus. >Die is gut!< Er legte sie aufs Bett und humpelte zu meiner anderen Kommode. Ich setzte mich neben die Hose aufs Bett und schaute ihm zu. Irgendwann holte er ein rosa Top her raus, bei dem die Träger hinten zu einer Schleife zusammengebunden waren. Er drehte es hin und her und lächelte dann. >Das is ja süß!< Nein, das fand ich nich! Das war nämlich Alex’ Lieblingsoberteil von mir, das hatte er mir mal gekauft. >Das wollte ich eigentlich wegschmeißen!< flüsterte ich. Genau wie alle anderen Sachen von Alex. Ich wollte alle Erinnerungen an ihn nich mehr sehen. >Was?< fragte Bill fassungslos. >Das wär doch total schade drum! Schau mal, des is von irgend so einer teuren Marke! So was schmeißt man nich einfach weg! Und ich glaub, des steht dir sau gut! Bitte, zieh’s an, für mich!< Er schaute mich an, wie ein Hund. >Na schön!< gab ich nach. Er grinste zufrieden und hielt mir das Top hin. Ich nahm es. Nur- wo soll ich es anziehen? Hier vor Bill zieh ich mich doch nich aus! Das wär ja mal peinlich. Anscheinend verstand er, was los war und lief rot an. Soll ich vor der Tür warten?< >Nö! Warte!< Ich drehte mich mit dem Rücken zu ihm, zog mein eines Top aus und das andere an. Ich fühlte mich unwohl, besonders deshalb, weil es von Alex war. >Dreh dich doch mal um!> bat mich Bill. Ich drehte mich, wie gewünscht, um. Bill grinste über beide Ohren. Sah ich so scheiße aus? >Was? Sieht des doof aus?< Er schüttelte energisch den Kopf. >Nein! Im Gegenteil! Du siehst zum anbeißen aus, wie immer!< >D-Danke!< stotterte ich. Alex hatte mir selten ein Kompliment zu meinem Aussehen gemacht. Eher hat er mir gesagt, dass ich zu dünn bin und aussehe wie ein Strich in der Landschaft und auch als ich mir mal ne andere Frisur gemacht hatte, hat er gesagt, dass es scheiße aussieht. Also nich so Hm, hör mal zu, des steht dir meiner Meinung nach nich, vielleicht könntest du es so und so machen!... sonder er hat gesagt Du siehst scheiße aus- wie immer! Ok, das wie immer hat er nich unbedingt gesagt, aber man hat es an seiner Stimme gehört. Aber Liebe macht ja bekanntlich blind- oder in meinem Fall- taub. >So, und jetzt noch die Hose. Diesmal drehte sich Bill um, ich zog meine Jogginghose aus und die Jeans an und tippte ihm auf die Schulter. Aber er schüttelte den Kopf und zeigte auf die Hose. >Die is zu warm, so süß du auch aussiehst! Zieh doch mal…< er kramte wieder in einer Schublade und zog einen Minirock raus. Also, einen mini, mini Minirock, den ich mal vor ein paar Jahren gekauft hatte. Aber da war ich noch kleiner und er nicht ganz so kurz! >…den an!< meinte Bill. >Is der nich ein bisschen sehr kurz?< >Nö, du kannst des tragen!< >Wieso ich?< >Schau dir doch mal die Mädchen hier an! In deren Hosen würdest du mindestens dreimal reinpassen!< Ich wollte kommentieren, aber Bill legte seinen Finger auf meinen Mund. >Ich warte unten auf dich! Dann kannst du dich in Ruhe umziehen!< Er „hüpfte“ weg. Ich zog meine Hose wieder aus und den Rock- wenn man das noch so nennen kann- an. Ich warf noch einen raschen Blick in den Spiegel, bürstete mich noch mal und ging dann runter. Bill staunte nich schlecht, als ich vor ihm stand und betrachtete mich von meinen Füßen bis zum Scheitel. Ich wartete, bis er mir in die Augen schaute und nahm eine seiner Hände, dann zog ich leicht dran. >Los, lass uns gehen.< Er lächelte und setzte sich in Bewegung. >Oh, warte, fass hätten wir Scotty vergessen!< Bill pfiff einmal kurz und schon kam Scotty angerannt.
>Hattest du eigentlich schon viele Freunde?< fragte er mich nach einer Zeit. Ich überlegte. >Nein, Alex war mein erster. Und du? Also Freundinnen halt!< Er schaute in den Himmel und kniff dann ein Auge zusammen. >Ja, ich auch, aber die war ein bisschen komisch. Aber ich kann's echt nich glauben!< >Hä? Was kannst du bitte nich glauben?< Er wendete seinen Blick von den Sternen zu mir ab. >Na, dass du erst einen Freund hattest!< >Was gibt's da zum nich glauben?< Man, war das ein komischer Satz, Aber na ja! Bill sah das anscheinend genauso und schaute etwas verdutzt drein. >Du bist super süß!< Aha, tolle Antwort. Ich zog eine Augenbraue hoch. >Was schaust du so? Is doch die Wahrheit!< Er schaute so dumm, während er das sagte und grinste mich dann auch noch so sau süß an, dass ich laut los lachen musste. Plötzlich lachte Bill mit. >Wieso lachst du?< fragte ich verdutzt >Weil ich dich am liebsten nur noch knuddeln möchte!< Ich hörte auf. >Und was is daran so lustig?< Auf einmal verstummte auch er. >Tja, keine Ahnung!< Ich wuschelte durch seine Haare. >Hey, lass das!< motzte er. >Du bist soo süß!< erwiderte ich grinsend und ging weiter, Bill kam mir nach.
Bei ihm angekommen klingelte er. Tom machte auf.

~>Aus Bills Sicht<~
Ich hielt Nicos Hand und merkte, wie sie anfing, leicht zu zitterte. Anscheinend war sie noch schüchterner als ich. Die Arme! Aber ich dachte, dass sie vielleicht ein paar mehr Leute als Tom, Gustav, Georg, Andi und mich kennen sollte. Hat sie mit einem Stress, hat sie’s auch mit den Anderen. >Hey Bill, da bist du ja endlich!< Sein Blick viel auf Nico. >Was machst du denn hier?< >Danke, sehr nett!< >Sorry, hast du falsch verstanden!< >Ach jetzt bin ich wieder schult?< fragte sie frech und gab ihm ein Küsschen auf die Backe. >Hi.< Er lief rot an. >Ha- hallo!< begrüßte er Nico stotternd. >Ich hab vorgeschlagen, dass sie mitkommt.< gab ich zu. Toms Blick erhellte sich plötzlich. Endlich schien er die Situation zu verstehen, obwohl’s da ja eigentlich nichts zu verstehen gab. Seine Logik halt! Tom trat ein Schritt zur Seite. >Kommt doch rein! Die Jungs sitzen im Wohnzimmer!< Ich ging rein, hängte meine Jacke auf und wartete auf Nico, die sich ein bisschen mit Tom unterhielt. >Tom? Is Bill endlich da?< rief einer der Jungs aus dem Wohnzimmer. >Jo! Kommen schon!< antwortete Tom. Gesagt, getan. Wir gingen ins Wohnzimmer. Nico zögerte kurz. >Na komm schon!< flüsterte ich ihr aufmunternd zu, aber das half nichts. >Was is, wenn die mich nich mögen?< fragte sie leise mit gesenktem Kopf. >Wart’s halt erstmal ab. Vielleicht mögt ihr euch auch total gerne!< Sie schaute mich gequält an. >Geh!< forderte ich sie auf. >Wo bleibst du denn Bill?< rief Benny. Ich setzte mich in Bewegung. Nico folgte mir widerwillig. Als wir rein kamen, fielen alle Blicke sofort auf Nico. Stille. Auf jeden Fall schienen die Jungs erst nichts gegen meine Süße zu haben- dachte ich zumindest am Anfang!...



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